
Die am stärksten betroffenen Personen sind Familien, Erstkäufer und junge Erwachsene, die darauf hoffen, ihr erstes Zuhause zu kaufen. Viele wurden aus den städtischen Zentren verdrängt und in kleinere Städte gedrängt. Auch Mieter spüren den Druck. In einigen Gebieten geben sie jetzt über 40% ihres Einkommens nur für Unterkünfte aus.
Der Rückgang der Zinssätze sollte helfen, aber die Preiserhöhungen haben jeglichen Nutzen zunichte gemacht. Tatsächlich stiegen die Zwangsvollstreckungen im ersten Quartal 2025. Einige Familien können einfach nicht mehr mit den Zahlungen mithalten. Obwohl Kredite günstiger sein mögen, sind Häuser jetzt teurer als je zuvor.
Ist dies eine weitere Immobilienblase wie die von 2007?
Experten glauben das nicht – zumindest noch nicht. Die Kreditregeln sind seit der Immobilienkrise von 2008 viel strenger geworden und die Banken sind vorsichtiger. Dennoch hat das Wachstumstempo für Aufsehen gesorgt. CaixaBank und andere Analysten erwarten, dass die Preise in diesem Jahr weiter steigen werden, aber ab 2026 langsamer steigen, da mehr Häuser auf den Markt kommen.

Bestimmte Gebiete haben stärkere Preisanstiege verzeichnet als andere. In Andalusien und Melilla stiegen die Preise um 14%. Murcia war nicht weit dahinter. Sogar Regionen, die nicht vom Massentourismus betroffen sind, wie La Rioja und Aragón, verzeichneten ein Wachstum von über 13%. Kleine Städte am Rande von Madrid sind plötzlich wieder beliebt, besonders bei Familien mit begrenztem Budget.
Die Regierung hat Maßnahmen versprochen und kürzlich Pläne angekündigt, das Sozialwohnungsbaubudget Spaniens auf 7 Milliarden Euro zu verdreifachen. Ein Teil dieses Geldes wird von der EU kommen. Das Ziel ist es, schneller und kostengünstiger unter Verwendung industrieller Methoden zu bauen. Weitere Vorschläge umfassen eine höhere Besteuerung von Nicht-EU-Hauskäufern und die Begrenzung der Anzahl von Wohnungen, die für touristische Vermietungen genutzt werden. Allerdings argumentieren Kritiker, dass die spanische Regierung weichere Ziele wie private Eigentümer wählt, während sie es versäumt, das tiefere Problem der Immobilienspekulation anzugehen und damit ein ungleiches Spielfeld schafft.
Kritiker sagen auch, dass diese Pläne auf dem Papier gut klingen, aber bisher kaum einen Unterschied gemacht haben. Es wird viel geredet und viel besteuert, aber wenig gehandelt. Die Regierung versprach, bis 2024 über 244.000 öffentliche Wohnungen zu bauen, aber bis Ende 2024 waren nur 350 neue Sozialwohnungen fertiggestellt worden! Viele fordern tiefgreifendere Reformen und schnellere Fortschritte.
Was können Hauskäufer in Spanien in den nächsten Jahren erwarten?
Die meisten Analysten sind sich einig, dass die Preise bis 2026 weiter steigen werden, insbesondere in stark nachgefragten Zonen wie der Küste, großen Städten und Touristenhotspots. Eine gewisse Entlastung könnte 2026 eintreten, wenn mehr Wohnungen gebaut werden und die Regeln für Mietobjekte verschärft werden.
Das Wachstum des Immobilienmarktes in Spanien macht weiterhin Schlagzeilen, da die Erschwinglichkeit schlechter wird und die Nachfrage das Angebot übersteigt. Egal, ob Sie Käufer, Mieter oder Investor sind, es ist am besten, dass Sie genau verfolgen, wie sich der Markt entwickelt und welche konkreten Maßnahmen die Regierung als nächstes ergreift. Die Frage, die alle beschäftigt, lautet „wie viel höher können die Preise steigen?“ und wer wird sich in ein paar Jahren noch ein Zuhause in Spanien leisten können?
























