In Spanien werden Auffahrende mit neuen DGT-Radaren mit 200 € bestraft.

Kein Auffahren mehr: Drängler in Spanien riskieren ein Bußgeld von 200 €.

Die Einführung des neuen Verkehrsschildes S991f und der Kameras der spanischen neuen DGT (Generaldirektion für den Verkehr) bedeutet, dass diejenigen, die zu dicht auffahren, sowohl eine Geldstrafe als auch Punkte in der Fahrerlaubnis verlieren könnten. Dieses neue Schild warnt die Fahrer davor, einen Mindestsicherheitsabstand einzuhalten, und weist auch darauf hin, dass Radargeräte und andere Kontrollsysteme eingesetzt werden können, um die Regelung durchzusetzen. Die Regelung stellt eine Veränderung dar, wie die Verkehrssicherheit in Spanien zukünftig überwacht wird. Die Hauptfragen, die sich Fahrer gestellt haben, sind 1) wie man einen sicheren Abstand misst, 2) wann Geldstrafen tatsächlich verhängt werden, und 3) ob neue Technologien (wie der adaptive Tempomat und Warnungen für Spur- und Abstandshaltung) die Einhaltung erleichtern können.

Das neue Schild ist leicht zu erkennen: ein blauer Hintergrund, Fahrzeug-Symbole, ein roter Kreis mit dem Mindestabstand in Metern und Radarwellen zur Anzeige der Überwachung. Es ist Teil des aktualisierten Verkehrsregelungssystems Spaniens, das im Juli 2025 eingeführt wurde. Die Hauptanforderung besteht darin, bei höheren Geschwindigkeiten mindestens 70 Meter Abstand zum vorausfahrenden Auto zu halten. Das Nichtbeachten dieses Abstands kann zu einer Geldstrafe von 200 € und dem Verlust von 4 Punkten in der Fahrerlaubnis führen. Die DGT betrachtet die Maßnahme als unerlässlich, um Auffahrunfälle zu reduzieren, die nach wie vor zu den häufigsten Unfällen auf spanischen Straßen gehören.

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Die offensichtliche Schwierigkeit für Fahrer besteht darin, wie man siebzig Meter vom Auto vor einem berechnet oder schätzt. Ohne bemalte Winkel oder klare Markierungen auf der Straße werden die meisten Fahrer nicht wissen, wie weit das in der Praxis ist. Die empfohlene Methode ist die Verwendung der Zwei-Sekunden-Regel: Wählen Sie ein festes Objekt am Straßenrand und stellen Sie sicher, dass mindestens zwei Sekunden vergehen, bevor Sie es erreichen, nachdem das Auto vor Ihnen ist. Bei nassen Bedingungen oder schlechter Sicht ist es am besten, diesen ’sicheren‘ Abstand auf drei oder vier Sekunden zu verlängern. Auf bestimmten Autobahnabschnitten können die Straßenbehörden Entfernungsmarkierungen auf dem Asphalt hinzufügen, um Ihnen zu helfen. Das adaptive Tempomat-System, das in einigen neueren Autos eingebaut ist, kann auch dazu beitragen, den Abstand einzuhalten, aber bei einem durchschnittlichen Fahrzeugalter in Spanien von etwa fünfzehn Jahren fehlt vielen Autos dieses System.

Strafen gelten nicht überall. Die Einführung des S991f-Schildes und der zugehörigen Radargeräte ist auf Autobahnen und Schnellstraßen beschränkt, insbesondere auf Strecken, auf denen Unfälle aufgrund von Drängeln häufig vorkommen. Die DGT hat noch nicht erklärt, wie der Abstand gemessen wird, und lässt die Möglichkeit von Kameras, Fahrbahnsensoren oder Radartechnologie offen. Es wird auch spekuliert, dass künstliche Intelligenz verwendet wird, um jede Situation zu analysieren und unvermeidbare Manöver auszuschließen, wie wenn ein anderes Auto plötzlich vor Ihnen einschert und den Abstand zwischen Ihnen und dem Fahrzeug vor Ihnen verringert.

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Dieses Szenario bleibt einer der am meisten diskutierten Punkte. Fahrer argumentieren, dass es unfair ist, bestraft zu werden, wenn ein anderes Fahrzeug plötzlich in ihre Spur einfährt und den sicheren Abstand verringert. Die DGT hat nicht klargestellt, wie die Durchsetzung in solchen Momenten gehandhabt wird. Wenn Sie eine Sanktion erhalten, ist es möglich, Einspruch einzulegen, wie bei jeder anderen Strafe, jedoch hängt der Erfolg von den Beweisen ab, die von den Behörden vorgelegt werden, es sei denn, Sie haben Ihre eigene Dashcam-Kamera und Aufnahmen, um Ihren Fall zu unterstützen. Auch ausländische Fahrer sollten aufpassen: Während sie mit Geldstrafen belegt werden können, gilt der Verlust von Führerscheinpunkten nur für spanische Führerscheine, obwohl Strafen registriert werden können, wenn der Fahrer später einen ausländischen Führerschein gegen einen spanischen eintauscht.

Der Grund für die neue Maßnahme ist klar. Statistiken zeigen, dass Auffahrunfälle zu den häufigsten Unfallursachen auf spanischen Autobahnen gehören. Bei 90 km/h benötigt ein Auto etwa siebzig Meter zum Anhalten, und bei 100 km/h etwa vierundachtzig, jedoch ohne die Reaktionszeit des nachfolgenden Fahrers einzubeziehen, bevor er tatsächlich auf das Bremspedal tritt. Bei Regen oder auf nassen Asphaltflächen kann sich dieser Bremsweg um bis zu siebzig Prozent verlängern. Mit den durchgesetzten Mindestabständen zwischen Fahrzeugen hofft die DGT, die Unfallraten deutlich zu senken.

Die Schilder sind Teil einer umfassenderen Reform des spanischen Straßensystems gemäß dem Königlichen Erlass 465/2025. Nach und nach wird die S991f sowohl spanischen Autofahrern als auch den vielen ausländischen Fahrern, die jedes Jahr das Straßennetz des Landes nutzen, vertraut werden. Der Erfolg dieses neuen Systems wird nicht nur von Bußgeldern und Radargeräten abhängen oder davon, wie schnell Fahrer in Spanien lernen können, sichere Abstände unter realen Bedingungen einzuschätzen, sondern auch von der Verwendung von gesundem Menschenverstand, einer Eigenschaft in Spanien, die oft schwieriger durchzusetzen oder zu lehren ist als jede Regel.

2025-09-08T08:16:22+00:00

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