
Es ist wichtig zu beachten, dass Grundstückseigentümer zunächst nachweisen müssen, dass eine Besetzung illegal ist, bevor sie das Versorgungsunternehmen bitten, die Dienste abzuschalten. Das Urteil betrifft nur Fälle, in denen kein Mietvertrag oder legitimes Aufenthaltsrecht besteht. Wenn es Meinungsverschiedenheiten darüber gibt, ob der Bewohner einen gültigen Mietvertrag hat, ist das Risiko rechtlicher Probleme für den Eigentümer erheblich. Das Abschalten der Versorgungsunternehmen in dieser Situation könnte zu zivilrechtlichen Ansprüchen oder sogar strafrechtlichen Vorwürfen führen.
Brauchen Sie einen Gerichtsbeschluss, um die Versorgungsunternehmen zu stoppen? Laut diesem Urteil benötigen Eigentümer dies nicht, vorausgesetzt, die Besetzung ist eindeutig illegal. Ein Grundstückseigentümer kann sich direkt an die Versorgungsunternehmen wenden und die Abschaltung beantragen, aber die Unternehmen verlangen in der Regel Dokumente, die den Besitz nachweisen und bestätigen, dass kein aktiver Vertrag auf den Namen des Bewohners läuft. Einige Unternehmen handeln innerhalb von Tagen, andere dauern länger, und der Zeitplan ist unvorhersehbar.

Es gibt auch Bedenken hinsichtlich schutzbedürftiger Bewohner. Wenn Kinder, ältere Menschen oder Personen mit Behinderungen im besetzten Haus leben, könnte die Einstellung von Dienstleistungen öffentliche Aufmerksamkeit und rechtliche Herausforderungen mit sich bringen. Richter könnten diese Fälle anders betrachten und Sozialdienste könnten involviert werden. Daher ist es wichtig, dass Eigentümer vorsichtig handeln und Beweise für die illegale Besetzung aufbewahren.
Die Entscheidung könnte den Prozess der Rückgewinnung von Häusern beschleunigen. Daten legen nahe, dass die Rückgewinnung des Besitzes nach einer illegalen Besetzung im Durchschnitt etwa acht oder neun Monate dauert. Das Abschalten von Wasser und Strom könnte die Besetzer dazu ermutigen, schneller zu gehen, ersetzt jedoch nicht die Notwendigkeit einer rechtlichen Räumungsanordnung. Eigentümer müssen immer noch durch die Gerichte gehen, um ein Grundstück vollständig zurückzuerlangen.
Wie man in Spanien Wasser oder Strom in einem illegal besetzten Haus abstellen kann
Versorgungsunternehmen benötigen die Autorisierung des Eigentümers und einen Eigentumsnachweis, bevor sie jemanden schicken, und sie überprüfen oft doppelt, ob kein aktiver Vertrag auf den Namen des Bewohners läuft, bevor sie den Strom oder das Wasser abstellen.
Elektrizitätsunternehmen wie Iberdrola, Endesa oder Naturgy schicken in der Regel einen Techniker (oder Subunternehmer) zum Anwesen. Der häufigste Schritt ist die Trennung am Stromzähler, der sich normalerweise außen am Gebäude oder in einem gemeinsamen Zählerschrank befindet, wenn es sich um ein Mehrfamilienhaus handelt. Der Techniker kann die Hauptsicherung ziehen, den Zähler entfernen oder deaktivieren und ein Precinto (ein offizielles Plastik- oder Metallsiegel) anbringen, um Manipulationen zu verhindern. In einigen ländlichen oder freistehenden Häusern kann stattdessen die Versorgung von einer Caja de Distribución (Verteilerkasten) an einem Mast oder an der Grundstücksgrenze abgeschnitten werden, was die Stromversorgung des gesamten Anwesens unterbricht.
Bei Wasserversorgungsunternehmen (Aqualia, Global Omnium, usw.) wird die Versorgung in der Regel am Llave de Paso General (Hauptabsperrventil) abgestellt, das sich normalerweise auf der Straße, dem Bürgersteig oder in einer zugänglichen unterirdischen Box in der Nähe der Grundstücksgrenze befindet. Sie bringen dann ein Precinto oder eine verschließbare Kappe über das Ventil an, damit es nicht einfach wieder geöffnet werden kann. In einigen Fällen, insbesondere bei wiederholten Manipulationen, entfernen sie den Wasserzähler vollständig und installieren eine Blindplatte, was eine unautorisierte Wiederverbindung erschwert.
Beide Prozesse in Spanien sind darauf ausgelegt, ein sichtbares Siegel oder Etikett zu hinterlassen. Das Manipulieren dieser Siegel ist eine Straftat, daher können Bewohner, die versuchen, die Versorgung selbst wiederherzustellen, strafrechtlich verfolgt werden.
























